Wir sind Meister!!!

Spannung pur am Weg zum Meistertitel der Damen. Der Mittwoch Abend hatte es in unserer Heimhalle in sich: Vor gut gefüllter Tribüne mit grandiosen Fans stellten sich unsere Damen der schweren Aufgabe, sich den Titel in der Tiroler Landesliga zu sichern. Die Ausgangslage war klar: Nur ein Sieg würde reichen, bei einem Unentschieden der SVO als Meister unsere Heimhalle verlassen.
Die Anfangsphase verlief bis zur 6. Minute mit einem Stand von nur 2:2 relativ ausgeglichen, dann ging auf einmal der SVO mit 4:2 in Führung (9. Minute), was unsere Damen aber so nicht auf sich sitzen lassen wollten und in Folge bis zur 17. Minute eine 8:5-Führung herausarbeiteten. Lange hielt diese jedoch nicht und die Partie verlief weiter sehr ausgeglichen, ehe wir in den letzten 75 Sekunden der ersten Spielhälfte durch zwei schnelle Gegenstöße den Pausenstand von 13:11 in trockenen Tüchern hatten. Nach Wiederbeginn liefe es für uns geradezu nach Wunsch, nach 42 Minuten stand es auf einmal 20:13, doch plötzlich riss aus unerklärlichen Gründen der Faden der doch recht erfahrenen Grundaufstellung. Es häuften sich technische Fehler, Chancen wurden nicht genutzt und die Abwehr stand nicht mehr so sicher wie zuvor. Die Gäste aus Innsbruck holten Tor um Tor auf, bis es schließlich 8 Minuten vor Schluss das erste Mal wieder Unentschieden stand (22:22) und die Spannung auch auf der Tribüne deutlich spürbar wurde. Gott sei Dank besannen sich unsere Damen ihrer Stärken, standen zumindest hinten wieder deutlich sicherer und erzielten Sekunden nach dem neuerlichen Ausgleich des SVO auf das 23:23 (54. Minute) den Treffer zum 24:23. Dieses Tor gut sechs Minuten vor Schluss sollte überraschenderweise auch das letzte im Spiel bleiben, denn beide Mannschaften kämpften verbissen, konnten aber ihre Bemühungen nicht mehr in Torerfolge umwälzen. 25 Sekunden vor Schluss befand sich der SVO im Angriff und nahm ein Team-Timeout, um die Zeit optimal zu nützen, doch uns gelang es wenige Sekunden vor Schluss, den Ball noch einmal zu erobern – und obwohl auch diese Chance nicht zu einem Tor führte, reichten die letzten 5 Sekunden auf der Uhr für den SVO nicht mehr, das aus deren Sicht so wichtige Unentschieden herbeizuführen. Mit der Schlusssirene wurde es Gewissheit, wir haben uns im ersten Antreten in der Tiroler Landesliga gleich den Meistertitel gesichert! Dementsprechend groß war der Jubel bei den Spielerinnen und Betreuerinnen, wie auch bei allen Fans in der Halle, denn unser eigentliches Saisonziel, unsere jungen Mädels auf ihrem Weg zu den Damen zu begleiten, haben wir schon lange erfolgreich auf den Weg gebracht – der Titel ist nun die Draufgabe!
Herauszuheben ist unter anderem die Leistung unserer erst 15-jährigen Chiara Murnig, welche auch unter dem durchaus großen Druck, Verantwortung am linken Flügel übernehmen zu müssen, wieder eine sehr starke Leistung erbrachte. Nicht vergessen werden dürfen hierbei allerdings auch unsere anderen starken (Eigenbau-)Spielerinnen, trotzdem dass sie aufgrund des dramatischen Spielverlaufs in dieser Partie zu keinen Einsatzzeiten kamen. Doch ein Titel wird nicht in einem Spiel geholt. Er ist die Krönung einer durchwachsenen Saison (Stichworte: Hallensperre, komplett neue Mannschaft), die nur als Team erfolgreich zu Ende gebracht werden konnte. Jede einzelne unserer Damen bzw. Mädels, egal ob spielberechtigt oder (aufgrund des Alters) nicht, welche sich beim Training und den vorangegangenen Spielen so engagiert und gekämpft hat, hat ihren Teil zum Erfolg beigetragen und darf sich zurecht mit dem Meistertitel schmücken. Während die Youngsters sicherlich bereits von unseren bundesligaerfahrenen Routiniers profitiert haben und dies weiter tun werden,  hätte es ohne ebendiese vielen jungen Mädels, die sich teilweise mit nur 13 Jahren mutig dem Training mit den Damen stellen, sicherlich keine Meisterfeier gegeben! In diesem Sinne gilt es nun auch auf die kommende Saison zu blicken, wo dieser erfolgreiche Weg weitergeführt werden soll, wobei unsere Jungen im wahrsten Sinne des Wortes in die Damenmannschaft hineinwachsen sollen, bis schlussendlich der Geburtstag mit der ersehnten Landesliga-Spielberechtigung gefeiert werden kann.